Segelklub Bayer Uerdingen e.V.

Leitfaden zur Motorbootausbildung

Motorbootausbildung beim SKBUe 

Voraussetzung zur Teilnahme an der praktischen Prüfung ist das Bestehen
des Prüfungsteil „ Knoten “

Folgende Manöver Schallsignale können bei der Prüfung abgefragt werden,
                                         
                                    1 x kurzer Ton
                                    2 x kurzer Ton
                                    3 x kurzer Ton
Ausbildungsboot :

Hartschalenboot , Länge ca. 4,5m

Motor :    30 PS Yamaha Aussenborder   mit rechts drehender Schraube
                d.h. das Heck des Bootes versetzt in Rückwärtsfahrt nach Backbord.

Steuerung : Fernsteuerung mit Radsteuerung mit hydraulischen Lenksystem

Vor dem Starten,

Schwimmweste anlegen 
Quickstoppleine am Körper befestigt ( Wie arbeitet der Quickstopp )

Motor starten

Alle Manöver werden mit kleiner Geschwindigkeit gefahren. Beim An/Ablegen und Rettungsmanöver reicht meistens Standgas. Wenn das Boot dann noch zu schnell ist, ruhig zwischendurch in den Leerlauf schalten.

Beachte : Im Leerlauf ist die Ruderwirkung des Außenbordes geringer als in Fahrt. Beim Rückwärtsfahren im Leerlauf sogar fast nicht mehr vorhanden.

Wichtig bei allen Kommandos vom Prüfer – Kommandos wiederholen.

Ablegen

Ruder hart zu der Stegseite legen.

Rudergänger: Klar bei Vor- und Heckleine  , Antwort aus der Crew < Ist klar >
Für 1-2 Sekunden kurz vorwärts einkuppeln ( Heck dreht sich vom Steg Weg )
Leerlauf – Ruder gerade – rückwärts einkuppeln und im Standgas langsam vom
Steg wegziehen –  wenn Boot parallel zum Steg liegt – Vorwärtsfahrt aufnehmen.

Diese Manöver ergibt sich aus dem Eindampfen  in die Vorspring 
Hierbei verbleibt die Vorspring noch auf Slip belegt, der entsprechende Bug wird abgefändert.. Wie oben mit Standgas vorwärts in die Leine eindampfen. Der Bug dreht sich gegen den Steg und das Heck dreht sich raus. Ist das Heck weit genug ausgeschwenkt Motor kurz Leerlauf , Spring einholen und Rückwärts ablegen.


Aufstoppen

Zum Aufstoppen benötigen wird den Rückwärtsgang .Das Heck dreht sich auf Grund des Radeffektes nach Backbord. Um diesen Effekt auszugleichen wird beim Wechsel
von Vorwärts – auf Rückwärtsfahrt das Steuerrad ca. eine halbe Umdrehung nach Steuerbord gedreht.
Um sicher zu sein daß das Boot steht einen Fixpunkt an Land beobachten,( denn nur dann erkennt man , daß das Boot wirklich steht )


Wenden auf engen Raum

Ruder hat Steuerbord – Motor im Standgas 3-5s Vorwärts – 3s Leerlauf – 1s Standgas rückwärts – Leerlauf 3s –  3-5s Standgas Vorwärts , usw.


Rettungsmanöver ( Person/Boje über Bord )


Schiffsführer ( Ausbilder ) bzw. der Prüfer wirtf Boje über Boot mit der Ansage „ Boje / Person an Steuerbord  bzw. Person an Backbord über Bord.
Die erste Reaktion des Rudergängers ist, umgehend die Maschine auszukuppeln ( Leerlauf ) und Ruder hart in die Richtung zu legen, zu der die Person / Boje über Bord gegangen ist.
( das bewirkt, das die Schraube stillsteht und das Heck des Bootes sich von der Person weg dreht.)
Auch hier Kommandos wiederholen. Also Person an ... über Bord.
Maschine ist ausgekuppelt -  Ruder hart ......

Ansage : Person beobachten und Rettungsmittel ausbringen.

Frage des Rudergängers : Schwimmt Person frei ?

Antwort kommt vom Prüfer oder Ausbilder : Person schwimmt frei.

Erst jetzt beginnt der Rudergänger mit dem Rettungsmanöver

Hierzu wieder Vorw. – Fahrt aufnehmen und im Bogen so anlegen, das man gegen den Wind neben der Person zum Stehen kommt.

Hierzu wird ca. 2- 3 Bootslängen vor der Person der Motor ausgekuppelt (Leerlauf) und angesagt an welche Seite des Bugs die Person aufgenommen wird.
Im Bereich der Person darf sich die Schraube nicht mehr drehen .

Anlegen
Kommando : Klarmachen zum Anlegen
Bei ausreichend Platz möglichst früh im spitzen Winkel im Standgas flach an den Steg heranfahren. Frühzeitig so einlenken, daß das Boot fast parallel zum Steg liegt.
Motor auskuppelt und Rudereinschlag zu der Seite an der man anlegen will und kurz Aufstoppen.

Peilen und Fahren nach Kompass ( Nur bei SBF See )

Kreuzpeilung: um eine Kreuzpeilung durchzuführen suche ich mir 2 Objekte, die
ich in der Karte eindeutig identifizieren kann : ( Das können Gebäude , Windräder aber auch Tonnen auf dem Wasser sein). Der Winkel zwischen den beiden Objekten
sollte nicht zu spitz aber auch nicht zu flach sein.

Um diese Peilung in der Karte eintragen zu können, müssen sie mit der in der Karte 
angegebenen Missweisung  beaufschlagt ( addiert) werden.

Eine Abweichungstabelle für den Handkompass gibt es nicht und somit muß diese auch nicht berücksichtigt werden.


 Fahren nach Kompass,

in der Regel wird ein Objekt angegeben, auf welches man zufahren soll. Ist das 
Objekt angesteuert, kommt die Frage, welcher Kurs angelegt ist.
Um sicher zu sein, daß der Kurs richtig verstanden wird, kann auch die Angabe in einzelnen Ziffern erfolgen ( ansatt z. B. 310 .. ...3 .. 1..  0 )

Nach der Angabe des am Kompass angezeigtem Kurs erfolgt die Rückfrage des Prüfers oder des Ausbilders nach dem Gegenkurs.

Im Anschluss wird ein neuer Kurs vorgegeben, der auf dem direkten Weg anzusteuern ist. Hier ist der Kursänderungswinkel im kleiner, gleich 180 Grad
 

Termine

  • Theorie/Sport/Spiel
    Repeats every week every Monday and every Wednesday.
    26.10.2020, 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Theorie/Sport/Spiel
    28.10.2020, 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Laser/Europe Training
    Repeats every week every Wednesday.
    28.10.2020, 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr

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