Segelklub Bayer Uerdingen e.V.

Bericht: WM der O'pen BIC in Australien (Teil 2)

Montag, 11. Jan 2016, 21:40 Uhr

Der SKBUe hat eine frisch gebackene Vizeweltmeisterin in seinen Reihen: Annika Kemper erreichte bei der WM der Nachwuchsbootsklasse O'pen BIC zusammen mit der deutschen Mannschaft Platz 2 im Team-Race. Wie es in Safety Beach (bei Melbourne) in der Einzelwertung zu Ende ging, lest Ihr hier:

Neujahr sollte eigentlich ein freier Tag für die Segler sein, doch weil Mittwoch für meine Gruppe nur ein Rennen und für die anderen Gruppe gar keine Rennen wegen Windmangel stattfinden konnten, wurde der erste Tag in 2016 genutzt, um die Rennen nachzuholen.

Damit wir alle Silvester feiern konnten, war die Wettfahrleitung so gütig und setzte den Start für die Gruppen U19 und U13 auf 12 Uhr und den Start meiner Gruppe auf 15 Uhr fest. Somit konnten wir alle noch die Silvesterparty im Clubhaus genießen und haben um Mitternacht am Strand bei 25°C (tagsüber über 40°C) auf das neue Jahr angestoßen. Dabei dienten Seenotraketen und -fackeln als Feuerwerk.

Bei sehr starkem Wind konnte ich an diesem Tag die Plätze 20 und 16 ersegeln. Die Windbedingungen gefielen uns Deutschen sehr, da wir mittlerweile eher zu den Großen und Schwereren zählen. Am Ende des Tages lag ich auf Platz 25 insgesamt.

Samstag war wieder sehr starker Wind. Im ersten Lauf des Tages wurde ich 24., womit ich nicht gar nicht zufrieden war. Deshalb packte ich meinen ganzen Ehrgeiz, um im nächsten Lauf besser zu segeln. Wegen des starken Windes, der noch mehr zugenommen hatte, segelten alle unter den Top 10 auf der Kreuz mit leicht hochgeholtem Schwert. So muss man nicht so viel Kraft ins Ausreiten stecken, um das Boot aufrecht zu halten. Nachteil dabei ist größerer Abtrieb. Ich entschied mich erstmal dagegen. Ich hatte außerdem einen grandiosen Start und kam mit brennenden Oberschenkeln an der Luvtonne an. Der Wind war so stark, dass ich auch auf Halbwind- und Raum-/Vorwindkurs ausreiten musste, aber es hat sich gelohnt: Ich kam als Sechste ins Ziel! Vor mir waren vier Australier und ein Neuseeländer, die fast über die Wellen geflogen sind!

Der letzte Lauf wurde leider schon während der Startphase abgebrochen. Der Veranstalter konnte es nicht mehr verantworten, uns bei Wind über 30 Knoten segeln zu lassen. Am Ende des Tages war ich wieder ein paar Positionen weiter nach vorne auf den 23. Platz gerutscht.

Sonntag waren noch drei Läufe geplant, jedoch war es extrem windig (in Spitzen 40 Knoten). Wie auch am Vortag konnte der Veranstalter es nicht verantworten, uns segeln zu lassen, sodass Sonntag keine Wettfahrten mehr stattfanden. Somit gab es in meiner Gruppe leider keinen weiteren Streicher und ich komme mit einem 23. Platz in der Einzelwertung und einer Silbermedaille vom Team Race nach Deutschland zurück. Die Zeit bis zur Siegerehrung wurde zum Unterschriftensammeln auf den WM-Lycras, Helmen oder Flaggen sowie zum Tauschen von Adressen und T-Shirts, Jacken, Kappen etc. genutzt.

Meine Zeit in Australien war wunderschön und ich wäre am liebsten da geblieben. Ich werde sicherlich nochmal wiederkommen! In ein paar Wochen ist es auch in Deutschland hoffentlich wieder warm genug zum Segeln.

Hier noch die restlichen Ergebnisse:

In der U16-Wertung gewann Kristen Wadley aus Australien vor Sean Herbert (Neuseeland) vor Jack Challands (Australien). Alle drei waren bereits in der U13-Wertung Weltmeister: Sean 2012 in USA, Kristen 2013 in Italien und Jack letztes Jahr in Deutschland. Kristen war gleichzeitig auch bestes Mädchen in U16. Bester Deutsche wurde Jannes Müller aus Ribnitz, der mit Platz 9 in die Top10 gesegelt ist.

In der U13 Wertung war das Podium nur von deutschen Seglern besetzt: 1. Lennart Frohmann (DUYC), 2. Magnus Frohmann (DUYC), 3. Leo Beyer (HSC). Bestes Mädchen in U13 wurde Talia Bulstrode aus Australien.

Die U19-Wertung gewann Veronika Zivna aus Tschechien, die letztes Jahr bereits Vizeweltmeister wurde, vor Lars von Sydow (USA) und Liam Herbert (Neuseeland).

Im Team-Race wurde Deutschland, wie bereits berichtet Zweiter, hinter "Australia 2" und vor Team Neuseeland. 

Hier ist der erste Bericht von Annika aus Australien zu finden.

Einige Links:

 

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